Mit stark dezimiertem Kader – Krankheiten und Verletzungen reduzierten die Optionen deutlich – reisten die URW Girlz zu einem der schwierigsten Doppelwochenenden der Saison nach Tirol. Zwei Spiele gegen Teams aus der absoluten Tabellenspitze bedeuteten zwei echte Standortbestimmungen. Und auch wenn am Ende keine Punkte auf der Habenseite standen, lieferten die Waldviertlerinnen wichtige Antworten.
Mutiger Auftritt gegen den Tabellenzweiten
Im ersten Duell mit SU Inzingvolley/FC Mils, dem aktuellen Tabellenzweiten, entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel auf gutem Niveau. Die Tirolerinnen agierten eingespielt und kompakt, doch die Girlz hielten mutig dagegen. Druckvolle Services mit mehreren Assen, eine über weite Strecken stabile Annahme und großer Kampfgeist prägten den Auftritt von URW.
Der erste Satz verlief zunächst ausgeglichen mit langen Rallyes, ehe sich die Gastgeberinnen mit einer starken Serie auf sechs Punkte absetzten. Trotz guter Aktionen im Service und in der Verteidigung ließ sich der Rückstand nicht mehr aufholen. Im zweiten Durchgang fanden die Girlz dann voll ins Spiel: ruhige Annahme, starke Defensivarbeit, platzierte Angriffe und mutiger Aufschlag zwangen die Tirolerinnen zu Fehlern. Der verdiente Satzausgleich war die logische Konsequenz.
Der dritte Satz wurde jedoch erneut zum Bruch. Ähnlich wie im ersten Durchgang fanden die Waldviertlerinnen keinen Rhythmus, während Inzing/Mils mit starkem Angriffsspiel und kompaktem Block eigene Punkteserien setzte. Im vierten Satz hielten die Girlz lange dagegen, doch wieder waren es mehrere kurze Serien der Tirolerinnen, die den Unterschied machten. Trotz mutiger Lösungen im Angriff musste sich URW schließlich mit 1:3 geschlagen geben.
(18:25, 25:17, 13:25, 17:25)
Schwierige Aufgabe gegen den Tabellenführer
Im zweiten Spiel wartete mit TI volley der aktuelle Spitzenreiter der Liga. Von Beginn an unterstrichen die Tirolerinnen ihre Führungsrolle mit stabiler Blockarbeit und konsequentem Angriffsspiel. Die Girlz fanden nur schwer in die Partie, während TI volley früh davonzog. Eine starke Servicephase brachte URW zwischenzeitlich näher heran, doch der erste Satz ging dennoch an die Gastgeberinnen.
Auch im zweiten Durchgang gerieten die Waldviertlerinnen früh in Rückstand. Eigenfehler und eine hohe Servicefehlerquote verhinderten den Aufbau von Druck, während der Block von TI volley kaum zu überwinden war. Der Satz entwickelte sich klar zugunsten des Tabellenführers. Im dritten Satz präsentierten sich die Girlz kämpferischer und konzentrierter, zwangen TI volley vermehrt in lange Ballwechsel und reduzierten die Eigenfehler. Dennoch baute der Favorit erneut eine stabile Führung auf und brachte Satz und Spiel routiniert ins Ziel.
(16:25, 16:25, 17:25)
Ausblick
Der Fokus richtet sich nun klar auf den AVL 2 Cup. Im Viertelfinale treffen die Girlz am 21. Dezember auswärts auf die Linz AG Steelvolleys/2, die in der Meisterschaft aktuell hinter URW liegen. Die Zielsetzung ist klar: konzentriert arbeiten, fokussiert auftreten und mit einem Sieg den Einzug ins Cup-Halbfinale fixieren.

