Trotz einiger Ausfälle waren die U18-Mädchen der Union Raiffeisen Waldviertel mit großen Erwartungen ins Final Four um den niederösterreichischen Landesmeistertitel in der Zwettler Stadthalle gegangen. Nach Gold in der U14 und U16 wollte man das Triple holen.
Nach einem verhaltenen Start gegen Wr. Neustadt, den Sieger der Gruppe Ost, musste das von Stefan Löschenbrand und Tobias Rudig betreute Team Satz 1 im Halbfinale mit 23:25 abgeben. Mit druckvollerem Service und wesentlich mehr Konsequenz im Angriff gingen die Sätze 2 (25:12) und 3 (15:6) dann jedoch klar an das Heimteam.
Im Finale kam es, wie bereits im U14- und U16-Bewerb zum Duell mit den Mädchen aus Purgstall, die ihr Halbfinale gegen die Spielgemeinschaft Purkersdorf-Tulln klar für sich entscheiden konnten. Auch hier zeigten die Mädchen zwei verschiedene Gesichter. Im ersten Satz liefen sie von Beginn weg einem Rückstand nach, der bis zum Schluss nicht mehr aufgeholt werden konnte (18:25) – zu wenig konstant in der Annahme, zu berechenbar im Angriff. Ganz anders das Auftreten im 2. Satz, der ganz klar dominiert wurde (25:12).
Leider konnte der Schwung nicht ganz in den 3. Satz mitgenommen werden, zudem war auch das Momentum nicht auf Seiten der Waldviertlerinnen. Drei knappe Schiedsrichterentscheidungen, die alle zu Ungunsten der URW-Girlz ausfielen, bei 8:10 dann auch noch der Ausfall von Außenangreiferin Sarah Gruber. Zu viel, um das Ruder noch einmal herumreißen zu können (9:15).
Auch, wenn den Mädchen bei der von NÖVV-Präsident Christian Lick, Sportstadtrat Paul Robl und URW-Obmann Peter Kirchmayr durchgeführten Siegerehrung die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben war, ist die Silbermedaille als weiterer großer Erfolg für den URW -Nachwuchs zu werten. „Vergolden“ könnte man die Saison noch mit einem Sieg bei der Qualifikation für die österr. Meisterschaften gegen Dornbirn und Eugendorf (S) am 3. Mai in Zwettl.

