Was für ein Volleyball-Feuerwerk innerhalb von 48 Stunden! Nach dem dramatischen 3:2-Heimsieg gegen die hotvolleys Wien setzen die URW Girlz im AVL 2 Cup noch einmal nach – und gewinnen auch das Duell gegen die Mühlviertel Volleys im Entscheidungssatz. Ein weiterer Fünf-Satz-Krimi, der alles bot, was hochklassiger Volleyball ausmacht: Energie, Kampfgeist, lange Rallyes und ein Team, das sich in den entscheidenden Momenten nicht beugen lässt.
Die Partie begann so ausgeglichen, wie sie später enden sollte. Im ersten Satz schenkten sich beide Mannschaften nichts. Starke Services, druckvolle Angriffe und eine kompakte Verteidigung prägten das Bild. Die Waldviertlerinnen bewahrten in der Verlängerung die Nerven und holten sich mit 26:24 den Auftakt.
Im zweiten Satz übernahmen die Oberösterreicherinnen das Kommando. Mit erhöhtem Servicedruck und cleveren Angriffen brachten sie die URW-Annahme mehrfach in Bedrängnis. Innerhalb kurzer Zeit riss Mühlviertel davon – der Ausgleich (17:25) war die logische Folge.
Auch der dritte Satz war von hoher Intensität geprägt. Die Girlz erspielten sich früh eine klare Führung, ehe die Nummer 28 der Gäste mit einer beeindruckenden Service-Serie das Momentum komplett drehte. Acht Punkte am Stück brachten die URW-Defensive ins Wanken – und Mühlviertel nutzte die Chance auf die 2:1-Führung (22:25).
Doch was die URW Girlz in dieser Saison besonders auszeichnet, ist ihre Widerstandskraft. Im vierten Satz lagen die Gäste erneut komfortabel voran, ehe die Waldviertlerinnen ein Comeback starteten, das den Charakter der Mannschaft unterstrich. Mit neuem Druck, mutigen Angriffen und starken Aktionen der späteren Match-MVP Marlene Schmid kämpften sie sich Punkt für Punkt zurück – und erzwangen mit 25:22 den Entscheidungssatz.
Dort spielten die Girlz schließlich ihre stärkste Phase. Konzentrierte Angriffe, präzise Annahmen und klare Körpersprache sorgten früh für eine Führung, die sie nicht mehr aus der Hand gaben. Mit 15:8 setzten die Waldviertlerinnen den Schlusspunkt und feierten den zweiten Tie-Break-Sieg innerhalb von zwei Tagen.
Endstand: 3:2 (26:24, 17:25, 22:25, 25:22, 15:8)
Ausblick:
Mit diesem Sieg ziehen die Waldviertlerinnen in die nächste Runde des AVL 2 Cups ein. Am 21. Dezember wartet auswärts das Duell mit LINZ AG Steelvolleys/2. Das Ziel ist klar: weiterkommen – und die nächste Chance auf einen Cup-Coup nutzen.

